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Digitales Corona Gesundheitszertifikat

Überblick

Um einen schnellen Neustart der Wirtschaft zu ermöglichen, schlagen wir eine IT-Infrastruktur vor, die den Coronastatus und andere relevante Daten einer getesteten Person in einer Blockchain als Hashwert verankert, und damit allen Beteiligten - Gesundheitssystem, Patienten, Unternehmen - jederzeit und anwendungsübergreifend zur Verifikation zugänglich macht. Damit wird es möglich sein, den Menschen ein digitales Gesundheitszeugnis auszustellen, über dessen Verwendung sie jederzeit frei bestimmen können. Unsere Lösung wird eine Begleitung der Testpersonen durch den Prozess beinhalten, angefangen von der Authentifizierung bis hin zur Kommunikation mit und Überwachung von positiv getesteten Patienten.

In den kommenden Monaten wird die Vorlage eines verifizierbaren medizinischen Coronatest-Ergebnisses z.B. bei Behörden, Arbeitgebern, in Kliniken oder an sicherheitskritischen Orten zu einem wichtigen Element für den Neu-Start der Wirtschaft und für die Rückkehr in ein normales soziales Leben. Darüber hinaus wird die Aufzeichnung von behandlungsbezogenen Informationen von Covid19-Patienten für die Verwaltung des Gesundheitssystems und für die bestmögliche Durchführung von Forschungsarbeiten von großer Bedeutung sein.

Um Schaden von der Zivilgesellschaft abzuwenden und die Grundrechte zu wahren, ist überdies eine möglichst datenschutzfreundliche Umsetzung einer solchen Lösung entscheidend.

alt text Wir, ein Konsortium von Medizinprodukteherstellern, Laboratorien, Kliniken, klinischen Datenverwaltungssystemen und Anbietern von Blockchainlösungen, haben eine Lösung entwickelt, die eine verifizierbare Kette von der Bereitstellung einer medizinischen Probe, ihrer Handhabung in Kliniken und anderen Einrichtungen über den Prozess automatischer Labortests bis hin zur Vorlage bei den anfordernden Behörden oder anderen Stellen schafft.
Zusätzlich zu diesen Testergebnissen wird eine Plattform für Fachleute und Testpersonen bereitgestellt, die eine bidirektionale Kommunikation und die Sammlung von Informationen über die Behandlung und den Gesundheitszustand von Patienten ermöglicht, um die Forschung nach einem wirksamen Impfstoff zu erleichtern. Die Lösung folgt einem dezentralen und extrem datenschutzfreundlichen Ansatz - der User/die Userin kann jederzeit selbst darüber bestimmen, ob seine/ihre Daten verwendet werden.

Unser Vorschlag basiert auf einer in der Blockchain verankerten Prozesszertifizierung, die mit der Verarbeitung von Patientendaten, die durch mobile Lösungen von Healex und m.Doc bereitgestellt werden, und mit der Entnahme einer medizinischen Probe beginnt. Die medizinische Probe wird mit einer pseudonymen Identität des Patienten/der Patientin im Testzentrum verknüpft. Diese pseudonyme Identität wird von einem Identitätsprovider erzeugt, hier soll z.B. eine Self Sovereign Identity (SSI)-Anwendung zum Einsatz kommen (ein Ansatz zur dezentralen und datenschutzfreundlichen Verwaltung von Identitäten und zugehörigen Daten). Die pseudonyme Identität in Verbindung mit der Probe wird während des gesamten folgenden Prozesses verwendet, und von Ubirch in der Blockchain bei govdigital als Hash verankert , um eine vertrauenswürdige Ablage sicherzustellen. Jeder Schritt, der der Probe Informationen hinzufügt oder ändert, wird ebenfalls auf diese Weise verankert, ebenso wie alle behandlungsbezogenen Daten, die dem System hinzugefügt werden können. Govdigital, ein Zusammenschluss von 10 IT-Dienstleistern aus dem öffentlichen Sektor (Bund, Länder und Kommunen), bietet diesen Service als Teil ihrer vertrauenswürdigen und sicheren Blockchaininfrastruktur für Dienstleistungen von allgemeinem Interesse an.

Das verifizierte Testergebnis wird in den mobilen Patienten-Tools von Healex oder m.Doc angezeigt, wo die Patienten ein Covid-Tagebuch mit strukturierten Vital- und Symptomdaten führen können und weitere Anleitung erhalten. Die Patienten können mit Fachleuten (Kliniken, Gesundheitsabteilungen) über einen Chat, Benachrichtigungen und Videokonsultationen interagieren. Daten können zur Einrichtung einer anonymisierten Covid-Datenbank an Healex übermittelt werden.

Um sicherzustellen, dass die Ereigniskette nicht kompromittiert werden kann, steht der Hash der verankerten Daten von jeder Partei, die die Probe verarbeitet (z.B. im Labor, das die Proben und Testergebnisse quittiert), zur Verifizierung zur Verfügung. Wichtig: Die Testergebnisse selbst sind nicht in der Blockchain verankert. Sie werden, wie gesetzlich vorgeschrieben, an die Klinik oder direkt an den Patienten/die Patientin weitergeleitet, die/der nun die Ergebnisse und die Kette der Ereignisse verifizieren kann.

An dieser Stelle kann eine komprimierte Version des Ergebnisses, z.B. als verifizierter Nachweis, als sog. verifiable credential in die von der Bundesdruckerei bereitgestellte LISSI-Anwendung geladen und bei Bedarf präsentiert werden. Das besondere an dieser Anwendung ist, dass die Daten hier grundsätzlich nur auf dem Device des Users/der Userin verbleiben und von dieser verwaltet werden.

Ebenso könnte das System mit Zutrittskontrollsystemen an Produktionsstätten, Flughäfen oder anderen Standorten verknüpft werden.

Die folgende Abbildung zeigt den Datenfluss zwischen den relevanten Stationen/Akteuren des Systems und das Zusammenspiel von Verankerung und Verifikation gegen die Blockchain:

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Wie verhält sich diese Lösung zu Tracing-Apps wie z.B. PEPP-PT/DP-3T?

Tracing-Apps sind genauso zuverlässig wie die Daten, mit denen sie arbeiten. Unsere Lösung generiert überprüfbare, zertifizierte Testergebnisse, die in jede Tracing-App unter Kontrolle des Nutzers eingespeist werden können, so dass keine Fehlalarme generiert werden. Darüber hinaus wäre es möglich, wichtige Ergebnisse aus einer Tracing-App sowie die Ergebnisse der Coronatests als Hashes in der Blockchain zu verankern.

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